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Der langjährige Vizepräsident und Projektverantwortliche der Gesellschaft ist am 25. Juli, drei Wochen nach seiner Rückkehr von einem Vietnam-Besuch, plötzlich und unerwartet, verstorben. Roten war fast ein Vierteljahrhundert in der Freundschaftsgesellschaft aktiv und bis 2011 auch einer der Vizepräsidenten. Als Projektverantwortlicher hat er eine Reihe von Hilfs- und Entwicklungsprojekten, vor allem für Kinder und Spätopfer des chemischen Krieges, initiiert und koordiniert. Dazu zählen Kindergärten und Vorschulen in mehreren Provinzen, Kurse für Mütter, die Patenschaft zugunsten des Waisenhauses „Mam Non 6“ für missgebildete und behinderte Kinder, sowie die Unterstützung des Orthopädie- und Rehabilitationszentrums in Ho-Chi-Minh-Stadt.

Milo Roten wurde am 15. April 1936 im deutschsprachigen Ostteil des schweizerischen Kantons Wallis geboren. Nach Ausbildung und Berufspraxis als Erzieher und Sportlehrer wechselte er als Referent zu dem 1967 gegründeten internationalen Kinderhilfswerk „terre des hommes“ nach Deutschland. Dort war er in erster Linie für Entwicklungsprojekte in Vietnam zuständig, arbeitete aber auch in anderen Bereichen wie etwa der Westsahara-Flüchtlingshilfe. Außerdem engagierte er sich auch politisch in der deutschen Vietnam-Solidaritätsbewegung.

Nach seiner Eheschließung mit der ORF-Journalistin Gertrude Osztovits, die er in Vietnam kennengelernt und in Ho-Chi-Minh-Stadt geheiratet hatte, übersiedelte Milo Roten Ende der 1980er Jahre nach Wien, betreute aber auch nach Pensionsantritt Projekte in Vietnam – zuerst für „terre des hommes“, dann auch für die Gesellschaft Österreich-Vietnam. Bis zuletzt besuchte er jedes Jahr das südostasiatische Land und hielt Kontakt zu den Projekten und Projektträgern. Als hochgeschätzter Ansprechpartner des Sozial- und Kriegsopferministeriums in Hanoi, konnte sich Roten an Ort und Stelle überzeugen, wie durch österreichische Spendengelder Menschen – und vor allem Kindern – konkret geholfen wird. Die Gesellschaft Österreich-Vietnam verliert durch seinen Tod nicht nur eines der engagiertesten Mitglieder, sondern auch einen hilfsbereiten und liebenswürdigen Freund, für den die Solidarität mit Vietnam zu den wichtigsten Lebensinhalten gehörte. 2008 wurde er in Anerkennung seiner Verdienste von Staatspräsident Nguyen Minh Triet ausgezeichnet.

Über zwei Jahre hinweg haben die Reisejournalisten Petra & Gerhard Zwerger-Schoner Vietnam bereist. Ihre Eindrücke sind nun als eindrucksvolle Multivisions-Show mit Filmszenen in Originalton und brillanter High-Definition im 16:9 Format in mehreren Orten Westösterreichs zu sehen.

Neben ihren ganz persönlichen Wahrnehmungen und Erfahrungen zeigen Zwerger-Schoner ein informatives und umfassendes Bild Vietnams. Von uralter Kultur, bedeutungsvoller Geschichte und von fantastischen Landschaften. Und natürlich von den Menschen Vietnams, die ihnen ans Herz gewachsen sind, von ihren Schwierigkeiten und wie sie diese meistern. Und nicht zuletzt von vielen spannenden Abenteuern und humorvollen Geschichten ihrer Reise ….

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Eine sensationelle Ausstellung im MAK.

Eröffnung ist Dienstag, 18. Oktober, 19.00 Uhr.

Erstmals in Wien und in dieser Vollständigkeit wird die anhaltende jahrtausendealte Tradition dieses Kunsthandwerks und damit der Beitrag Vietnams zur Weltkultur dokumentiert. Hingehen!