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Das Südchinesische Meer ist nicht nur aufgrund seiner Öl- und Gasressourcen und seines Fischreichtums, sondern auch wegen seiner Schifffahrtsrouten weltweit bedeutsam. Entsprechend haben die Europäische Union und die USA vitales Interesse an einer Stabilisierung dieser Region. Seit Anfang 2014 hat sich die Krise im Südchinesischen Meer jedoch verschärft: Im März begann die chinesische Marine ihre Präsenz auf von den Philippinen beanspruchten Atollen auszuweiten, im März errichtete Peking eine provisorische Ölplattform in der vietnamesischen 200 Meilen-Zone.

China, Taiwan, Vietnam, die Philippinen, Malaysia und Brunei erheben teilweise überlappende Gebietsansprüche, wobei die Spratly- und Paracel-Inseln besonders umstritten sind. Die Regierungen stützen sich auf völkerrechtliche, historische und wirtschaftliche Argumente. Rechtlich ist der Konflikt schwer lösbar, doch für eine politische Einigung fehlen auf allen Seiten Vertrauen und Konsensbereitschaft. Peking betreibt eine unilaterale Politik, wogegen Vietnam und die Philippinen auf eine Internationalisierung des Konflikts setzen, indem sie möglichst viele Länder zur Rückversicherung gegenüber China einzubinden versuchen. Zudem hat Manila den Territorialkonflikt vor einem UN-Schiedsgericht anhängig gemacht.

In dieser Präsentation von Dr. Alfred Gerstl, Südostasien-Spezialist am Institut für Ostasienwissenschaften (Uni Wien), sollen die historischen und rechtlichen Hintergründe der Spannungen, die Strategien der Hauptbeteiligten Länder China, Vietnam und der Philippinen, der Einfluss anderer zentraler Akteure (USA, ASEAN, Japan, Indien und Russland) sowie verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten des Konflikts aufgezeigt werden.

Moderation: Univ.Prof. Helmut Kramer, Institut für Politikwissenschaft (Uni Wien)

13. März 2014, 18:30 Uhr, Diplomatische Akademie, Bruno-Kreisky-Saal

Gesellschaft Österreich Vietnam und Diplomatische Akademie Wien
Medienpartner: Wirtschaft und Gesellschaft Ostasiens/Institut für Ostasienwissenschaften, Universität Wien

Präsentationsunterlagen von Dr. Alfred Gerstl als PDF

Foto: Der Standard

Foto: Der Standard

Der Filmemacher Martin Nguyen erzählt die Geschichte seines Vaters, der mit seiner Familie als vietnamesischer Flüchtling in ein österreichisches Dorf kam. Nun kehrt er in das Flüchtlingslager in Malaysia zurück, um den Mann zu finden, der ihm einst geholfen hat.

Neben der persönlichen Reise seines Vaters ist es auch ein Entdecken seiner eigenen Geschichte, er kehrt zu dem Ort zurück, an dem er geboren wurde. Das, was Martin Nguyen freilegt, ist auch eine Entdeckung für den Zuschauer selbst. Es geht darum, einen Blick hinter ein Flüchtlingsschicksal zu werfen, das vielleicht manche klischeebehafteten Vorstellungen in Frage stellt und dem gängigen Bild von Migranten und Flüchtlingen entgegenwirkt.

Kinostart: 28.2.2014
Mehr über den Film und Kinofinder auf http://www.tomorrowyouwillleave.com

Die Diplomatische Akademie Wien und Gesellschaft Österreich Vietnam laden ein zur Podiumsdiskussion am Freitag, den 14. März 2014 um 18.30 Uhr ins Musikzimmer der Diplomatischen Akademie Wien.

Begrüßung:
Peter Jankowitsch
(Präsident, Gesellschaft Österreich Vietnam)

Buchpräsentation:
Thomas Jandl
(Autor des Buchs „Vietnam in the Global Economy: The Dynamics of Integration, Decentralization and Contested Politics“; Scholar in Residence, American University, Washington DC)

Diskutanten:
Werner Clement
(Ehem. Leiter, Institut für Volkswirtschaftspolitik und Industrieökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien)
Hans-Jörg Hörtnagl
(Regionalmanager WKÖ, Außenwirtschaft Süd- und Südostasien)

Moderation:
Susanna Bastaroli
(Außenpolitische Redakteurin, Die Presse)

Nähere Informationen und Anmeldung unter www.da-vienna.ac.at/events

Programm als PDF

(von links nach rechts) Dr. Irmtraut Karlsson, Abgeordnete zum Nationalrat a.D. und Schriftstellerin, Em.o.Univ.Prof. Dr. Werner Clement, Wirtschaftsuniversität Wien, Dr. Willibald Pahr, Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten a.D., Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaft Österreich Vietnam, und Dr. Peter Jankowitsch, Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten a.D., Präsident der Gesellschaft Österreich Vietnam. Die Moderation hatte Livia Klingl, außenpolitische Journalistin und Autorin, inne.

(von links nach rechts) Dr. Irmtraut Karlsson, Abgeordnete zum Nationalrat a.D. und Schriftstellerin, Em.o.Univ.Prof. Dr. Werner Clement, Wirtschaftsuniversität Wien, Dr. Willibald Pahr, Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten a.D., Mitglied des Kuratoriums der Gesellschaft Österreich Vietnam, und Dr. Peter Jankowitsch, Bundesminister für Auswärtige Angelegenheiten a.D., Präsident der Gesellschaft Österreich Vietnam. Die Moderation hatte Livia Klingl, außenpolitische Journalistin und Autorin, inne.

 

ÖSTERREICH – VIETNAM, eine 4o-jährige Geschichte

Wer einen Blick werfen will, wie wir es heute Abend vorhaben, auf die Geschichte der nunmehr 40-jährigen Beziehungen zwischen Österreich und Vietnam – wobei sich hinter der Jahreszahl 4o natürlich eine viel längere Periode österreichischen Beziehungen zum Raum dessen verbirgt, was früher als Indochina bezeichnet wurde – wer also heute diesen Versuch unternehmen will, wird mit einer ganzen Fülle von Entwicklungen, Bewegungen und Ereignissen konfrontiert sein ,die im wirtschaftlichen, im politischen, im kulturellen, auch im humanitären Bereich diese Jahre und diese Beziehung geprägt haben.

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